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Home Gym - was du brauchst

Aktualisiert: 15. Aug. 2022

Im letzten Home Gym - Beitrag hast du gelesen, wie wir zu dem Entschluss gekommen sind, uns jetzt ein eigenes Studio in unserem Keller einzurichten. Heute erfährst du, welches Equipment wir uns zulegen und warum wir genau diese Geräte gewählt haben.



Power Rack - für die Ewigkeit


Um die Beine ordentlich trainieren zu können, benötigt man, wenn man keine Maschine zur Verfügung hat, eine Rack-Variation aus der man die Hantelstange sicher herausheben kann und das einem, wenn man in der Bewegung stecken bleiben sollte, die Last abnimmt.

Hier haben wir uns für ein Power Rack der Marke ATX mit einer Belastbarkeit von 1500kg entschieden. Zum Rack haben wir uns zusätzlich eine Dipstation und zusätzliche Hooks und Notablagen gekauft, dass wir zu zweit Beugen können, ohne die höhe der Stangenauflage dauernd wechseln zu müssen. Außerdem sind Klimmzugstangen schon im Rack integriert.



Die Langhantel - the bar is loaded


Hier sollte man, wenn man auf Qualität setzt, keine Stange mit unter 190.000psi wählen. Diese Einheit gibt die Zugfestigkeit an bzw, wie "leicht" du deine Stange dauerhaft verbiegen kannst. In diesem Fall haben wir uns wieder für eine Stange von ATX mit 195.000psi entschieden. Darauf kann man problemlos 600kg aufladen.

Was man noch berücksichtigen sollte ist, dass man eine Langhantel nur im äußersten Notfall wirklich fallen lassen sollte. Damit bringt man nämlich jede Hantel um (egal welcher Preisklasse und Qualität), weil auf sehr kleine Flächen kurzzeitig riesige Kräfte einwirken.

Solltest du Magnesium benutzen, ist es ratsam, die Rändelung mit einer Bürste zu säubern, weil sonst die Stange immer glatter wird. Und mit einer glatten Stange kann niemand schwer Heben.

Entspricht die Hantel den oben angeführten Anforderungen, ist der Rest nur noch Geschmackssache.



Die Hantelbank - heavy duty


Auch bei der Hantelbank sollte nichts ausgesucht werden, was wackelt oder bei großen Lasten in irgend einer weise instabil wird. Wenn du einmal mit 50er Kurzhanteln auf der Bank liegst und diese zu Wackeln beginnt, wenn du all-out gehst, weißt du, wovon ich spreche.

Wichtig war uns bei der Verstellung der Bank auch, auf ein sehr einfaches und stabiles Einrastsystem zurückgreifen zu können - praktisch unzerstörbar. Hier schien uns eine Bank von ATX am geeignetsten, da wir gebraucht beim besten Willen nichts brauchbares gefunden haben. Auf dieser Bank können locker 500kg gedrückt werden.

Der ganze Raum wird mit 10mm starken Gummimatten ausgelegt, die wir gleich bei ATX mitbestellt haben. Hier gibt es auch stärkere Versionen und oft findet man schon im nächsten Baumarkt passende Matten.





Kurzhanteln


Bei den Kurzhanteln war es uns wichtig, was möglich ist, gebraucht zu kaufen oder sogar selbst zu bauen. Schließlich haben wir uns nach einigen Telefongesprächen und Berechnungen doch für die Selfmade-Variante entschieden.


Als erstes mussten wir uns das Material von einer Dreherei abholen. Um so billig wie möglich davon zu kommen, haben wir uns das Material auf 2 Stücke aufgeteilt (je 200kg). Hier zahlt man je nach Werkstatt pro Millimeter ca. 70 Cent alleine für das Sägen. Das wäre bei einem 210mm- Material wie bei uns 147€(!) pro Schnitt.

Fertig zusammenschneiden lassen also auch keine Option (ca. 1400€). Auch das Material für die Griffe (30mm Durchmesser) haben wir uns auf 2 Stücke abschneiden lassen, sodass alles in den Hänger passt.


Alles auf den Anhänger verladen, ging es am nächsten Tag zu der Firma eines Freundes, wo wir das Material mit einer großen CNC- gesteuerten Säge auf die endgültigen Längen geschnitten und die Scheiben vorgebohrt haben.


Jetzt nach dem Sägen war alles um einiges leichter zu transportieren und wurde bis zum nächsten Bearbeitungsschritt zu Hause gelagert. Dann war das Fertigbohren der Scheiben und die Bearbeitung der Griffe an der Reihe. Dazu ging es zuerst zu einem Freund, wo die Bohrmaschine leider zu wenig Kraft hatte, um den Stahl mit einem 27er-Bohrer durch zu bohren. Deswegen erledigten wir diese Arbeit ein paar Tage später in meiner Firma mit einer Drehbank.


Auch die Griffe wurden dann auf einer Drehbank auf den Lochdurchmesser der Scheiben (27mm) zurechtgedreht und die Mitte der Griffe gerändelt. Der letzte Arbeitsschritt bestand aus dem Zusammenschweißen der Scheiben mit den Griffen. Fertig waren unsere selbstgemachten Kurzhanteln.

Gebraucht gekauft, hätten die Hanteln (wenn man auch eine gewisse Qualität kaufen möchte) mindestens 1200€ gekostet. Mit den selbstgemachten sind wir bei ca. 500€ gelandet. Qualität: (bei sachgemäßer Benutzung) unzerstörbar.





Spiegeln, Beleuchtung und sonstiges - nice to have


Wenn der Raum dann so weit fertig ist, dass man trainieren kann, möchte man sich auch noch ein paar Kleinigkeiten zulegen, die dem Ganzen noch den letzten Schliff verleihen.


Dazu zählen für uns Spiegel, mit denen man während gewisser Übungen seine Technik leichter kontrollieren kann. Auch die Beleuchtung spielt hier eine Rolle, da man sicherlich auch ein paar Videos und Fotos machen möchte. Hier sind der Fantasie natürlich keine Grenzen gesetzt.


Trainings-Hilfsmittel gehören meiner Meinung nach auch in jedes gut ausgestattete Gym. Dabei ist die Rede von Gürteln, Zughilfen, Bändern, Bandagen, Sicherungen usw. Diesem Thema werde ich mich auf Instagram noch ausführlicher widmen.


Ich hoffe, dieser Beitrag konnte einen kleinen Einblick in die Entstehung eines HomeGyms liefern. Natürlich muss nicht jedes selbstgemachte Gym so aussehen. Dieser Beitrag ist dazu da, um vielleicht ein paar Ideen zu wecken und sich das Beste für sich herauszunehmen und umzusetzen.


Wer den Aufbau ein wenig genauer verfolgen möchte, findet die Bilder dazu in meinen Instagram Highlights.

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